Dienstag, 18. August 2015

Heute ganz Privat

Weil es uns allen am Herzen liegen sollte!!!

 
Ich denke viele von Euch haben davon gehört oder gelesen, das die Hebamme eine aussterbende Berufsgruppe ist!!!
Die sehr teuer gewordene Berufsrisikoversicherung macht es den Hebammen unmöglich,von dem was sie tun wollen noch leben zu können. Daher geben immer mehr von Ihnen auf und bieten keine Geburtshilfe mehr an.
 
 Anna von Berlinmittemom hat einen ganz tollen Artikel dazu geschrieben
(bitte lesen)
 
 
 
Ich möchte die Anna dabei unterstützen, darauf aufmerksam zu machen, was für eine zentrale Rolle die Hebamme in der Schwangerschaft und gerade bei der Geburt spielt!
Ich weiß ja nicht wie es Euch geht aber ich hätte mir die Hebamme bei meinen drei Schwangerschaften und auch bei den Geburten nicht wegdenken können und wollen.
 

Hier meine Antworten zu Annas Fragen:

Wie waren die Geburten eurer Kinder?
Was sind die 5 zentralen Dinge, an die ihr euch genau erinnert, wenn ihr an eure Gefühle während der Geburt denkt? Hattet ihr eine Hebamme?
Welche Rolle hat sie für euch gespielt? 
 
Ich hatte Glück und habe drei sehr schnelle und unkomplizierte Geburten erlebt.Kurz heißt alle drei Geburten gingen von der ersten Wehe bis zur Geburt innerhalb von max.4Std. zu Ende.


 
Ich habe im Belegkrankenhaus entbunden, da es mir beim ersten Kind am sichersten erschien. Ich wusste ja auch nicht, was auf mich zukommt. Bei der ersten Entbindung bin ich auch ein paar Tage im Krankenhaus geblieben, obwohl ich lieber zu Hause gewesen wär...aber ich bekam von allen Seiten zu hören: das sei sicher besser so für mich und das Kind. Ich solle mich erholen und dort Hilfe von den Kinderschwestern bekommen...aber ich fühlte mich so unwohl dort...gepresst in einen vorgegebenen Tagesablauf, der so gar nicht zu mir und dem neuen Babyrhythmus passen wollte. 
Im nachhinein war ich sicher: es wäre schöner für uns beide gewesen, nach der Entbindung zu meinem Partner und Kindsvater nach Hause zu gehen.
Bei den anderen beiden Geburten, bin ich etwa 2 Std nach der Entbindung, nach Hause gegangen. Das war die beste Entscheidung die ich treffen konnte...
Alles war so gemütlich, ich wurde verwöhnt von meinem Mann, der große Bruder war so stolz und wir haben viel Zeit zu viert und später zu fünft im Bett verbracht mit kuscheln und Babyangucken.



Ich war wie ich heute sagen kann, bei den beiden letzten Geburten selbstbewusster, selbst bestimmter und besser informiert.
Ich hatte mir schon in den Schwangerschaften eine super Hebamme gesucht, die auch Hausgeburten durchführte und ich wusste sie kommt auch direkt am nächsten Tag (nach Entbindung) zu mir nach Hause um nach mir und dem Baby zu gucken.
Ich wollte erst eine Hausgeburt machen, aber die hohen Zuzahlungen haben uns abgeschreckt. 600Euro die konnten wir auch für das Baby brauchen.
Meine Hebamme war darüber nicht böse, ganz im Gegenteil sie hat das gut verstanden und mir zu einer ambulanten Geburt im Krankenhaus geraten. Das war für mich und meine Familie auch die richtige Lösung.
Unter den Geburten war ich ganz mit mir und den Wehen beschäftigt...ich war konzentriert auf mich, meine Atmung und die Wehen...ich war in einer Art Trancezustand....die Nähe und Vertrautheit meines Partners hat mir dabei Kraft gegeben.
Aber noch wichtiger war die  jeweils anwesende diensthabende Hebamme...sie gab mir die Sicherheit das alles gut ist...das die Schmerzen üblich und die Herztöne des Babys normal sind...das ich mich in der Übergangsphase befinde und es voran geht...sie hat mir mit Ihrer  Ruhe und Erfahrung die sie ausstrahlte die Sicherheit gegeben, die ich brauchte um die Schmerzen und die Angst die man auch hat auszuhalten...
Bei allen drei Entbindungen kam der Frauenarzt erst ganz zum Schluß dazu und hat der Hebamme quasi nur über die Schulter geschaut. Bei der ersten Entbindung mußte ich genäht werden, bei den weiteren nicht, aber das war auch schon alles was der Arzt zu machen hatte.
Entbunden habe ich meine drei Söhne nur mit Hilfe von drei tollen Hebammen, im übrigen die letzten beiden Babys auf dem Geburtshocker.
Den ich nur empfehlen kann...das war für mich die ideale Geburtsstellung! Bei der ersten Geburt, war ich in Rückenlage sehr unglücklich und so hat meine Hebamme mit mir vor der zweiten Geburt, verschiedene Positionen ausprobiert,  das hat mir sehr geholfen herauszufinden was mir gut tut und in welcher Position ich mir vorstellen kann zu entbinden.
Das meine Nachsorgehebamme von Kind zwei auch die selbe ist wie von Kind drei versteht sich von selbst...sie ist ein Teil unserer Familie gewesen fast 3Jahre lang.  Sie hat mich begleitet durch viele Ängste und Nöte in den Schwangerschaften, durchs Wochenbett der Gefühle, durch die Zeit der Rückbildung und die Stillzeit und das gleich zweimal in 3 Jahren. 
Sie war immer für mich da, Tag und Nacht wenn es sein mußte...dafür sollte ein gerechter Lohn gezahlt werden.
Und ich wünsche mir von Herzen das alle Frauen auch in Zukunft die Chance haben werden selbstbestimmt zu Entbinden und in den Genuß einer erfahrenen umsorgenden und liebevollen Hebammen zu kommen wie ich sie einst hatte!
Danke Michaela *Du bist für mich die Beste*
Darum mache ich mit beim Hebammenprotest und habe die Petition unterschrieben und ihr???

Lg Eure Nadine