Donnerstag, 9. Oktober 2014

Kennt ihr auch dieses doofe Gefühl....

ich tue einfach alles, aber es reicht nicht!

Dieses Gefühl hatte ich in letzter Zeit sehr oft,
 wenn es um die Vereinbarkeit von meinen 3 kleinen Kindern und meinem Job ging.
Meine Jungs 6 Jahre, 3 Jahre und 1Jahr sind verdammt oft krank...
(toi toi toi zur Zeit gerade nicht)
und dann fangen die Probleme an!

 Wenn alle fit sind geht der Kleine zur besten Tagesmami der Welt
 und  die anderen beiden gingen in den Kindergarten,
oder nun (ganz neu) der Große in die Schule...dann läufts alles gut mit Arbeiten!
Aber wehe du wachst morgens auf und einer hat Fieber und ist "zu Krank" zum in die Betreuung zu gehen!!!

*kreisch*  Der Alptraum jeder berufstätigen Mutter!

Hätte man nur ein Kind ist es auch nicht so wild, ein paar Tage und das Kind ist wieder Fit
 und kann wieder los in Schule, Kindergarten ect...
bei mehreren Kindern schließt sich ganz sicher an die Gesundung des ersten Kindes,
 eines der Geschwisterkinder mit Fieber an und ist dann auch krank...
also immernoch nichts mit wieder arbeiten und am Schluss hast du es selber.
So können dann Wochen ins Land gehen...oder sich auch mehrere Krankheiten aneinander anschließen.

 Hier ist es manchmal wie verhext!!!
Kennt ihr das auch?

Ich fühlte mich immer wie zerrissen...
Ich liebe meine Kinder so sehr und es tut mir einfach in der Seele weh,
 sie krank zur Oma/ Freundin ect.
 zu schieben, auch wenn ich weiß das sie da super verwöhnt werden...
kranke Kinder brauchen nun mal ihre Eltern und wollen dann auch nicht so gern zur wenn,
 auch sonst so heiß geliebten Oma oder zu Mamas Freundin/ ihrer Zweit Mama ;-)

....andererseits will Frau ja auch eine zuverlässige Arbeitnehmerin sein
und nicht ständig die Praxis und auch die Patienten im Stich lassen (ich=Ergotherapeutin).
So hab ich eine ganze Zeit versucht eine Kompromisslösung zu finden, habe jongliert gemacht und getan, oft konnte mein Mann zu hause bleiben, damit ich Vormittags arbeiten gehen konnte und Mittags gab es dann kurzen Abklatsch, manchmal hat meine Freundin aufgepaßt die im Schichtdienst arbeitet oder die Oma und ich hab den Nachmittag die Krankenpflege übernommen.....
In diesen Phasen habe ich oft  kaum noch geschlafen
...weil kranke Kinder meist nur Tags schlafen am besten auf der Couch :-)


 und Nachts weinen sie furchtbar und haben hohes Fieber!!!
Die Geschwister sind aber natürlich Tags wach und schlafen nur Nachts....
So schleppte ich mich im Juni total ausgepowert in meinen ersten Urlaub in diesem Jahr!
Und merkte erstmalig selbst, wie anders ich auf einmal mit den Kindern umging...alles war so harmonisch und die Kinder viel gelöster ich viel ruhiger,....es war ein Traum!
Kein Rumgeschreie...kein Gehetze....und als der Urlaub aufs Ende zuging merkte ich wie ausgebrannt ich noch war...trotz 14 Tagen Halbpension in einem Hotel in der Sonne...
da wußte ich ich kann so nicht weitermachen...
ich war eine Mutter geworden die ich nicht sein wollte...
ich war mit meinen Kräften am Ende...
und wusste das ich nie jemandem gerecht werden konnte auf diesem Wege.

Morgens nur am Hetzen und Schimpfen damit ich nicht zu spät zur Arbeit kam
(Kinder haben ja kein Zeitgefühl und meinen immer, sie hätten ewig Zeit)...
Mittags gehetze und quakige, hungrige Kinder abholen...
das Essen wollte aber erst gekocht werden ..
manchmal auch erst eingekauft...und der Kleinste wollte Mittagschlafen.
Dann schnell aufräumen und  Küche machen....
dann Nachmittagsprogramme Musik Sport Verabredungen.
Abends war ich Tod...und die Kinder auch!

Ich hab es wirklich so gewollt das Arbeiten und die Kinder
...aber zu welchem Preis???
Ich liebe meinen Job...aber noch mehr meine Kinder!!!
Und sie brauchen mich jetzt mit Herz und Verstand, Gedult und Muße...
 mit einen offenen Ohr bei Kummer...
zum Helfen bei den Hausaufgaben...
zum Spielen und Quatsch machen...
 in ein paar Jahren sind sie Groß,dann gehen sie ihre eigenen Wege
 und ich kann mich wieder in die Arbeit stürzen.

Also bin ich wieder in Elternzeit gegangen vorerst bis mein Kleiner 3Jahre alt ist!
(und das wird erst Ende nächsten Jahres so sein!)
Mal sehen wie sich die Lage hier bis dahin so entwickelt!


Das läuft nun seit September und es tut allen gut!!!
Ich bin wieder viel Ruhiger im Umgang mit den Kindern geworden...
kann immer für sie da sein ohne ein schlechtes Gewissen irgendjemandem gegenüber zu haben,
ich kann für sie da sein wenn sie Krank werden, oder schon um 11:55 Uhr Schulschluss haben ect...
und ich mache auf  Minijob Basis noch ganz wenige Stunden für die Praxis, um nicht ganz raus zu kommen und weil ich einfach gern mit Patienten arbeite...denn ich liebe meinen Job und fühle mich sehr wohl in der Praxis in der ich nun seit mehr als 12 Jahren angestellt bin.

Und wie ist es bei Euch so?
Was macht ihr wenn die Kinder krank sind?
Drahtseiltanz, habt ihr ne feste Hilfe, Homeoffice oder ???
Würde mich mal interessieren?

Lg Nadine

Kommentare:

  1. Hi, ich möchte dir zuerst mal gratulieren zu deiner Entscheidung. Für mich war es keine Frage zuhause zu bleiben so lange die Kinder mich brauchen ( die Entscheidung war jetzt auch nicht all zu schwer, ich habe schon viele Jahre vorher gearbeitet und als Erzieherin würde ich gerade das Geld verdienen das die Betreuung auffrisst)
    Ich genieße den Luxus sagen zu können: heute geht es dir nicht so gut, bleib zuhause und den Kindern geht es gut mit dem Gefühl Mama ist da. In den Sommerferien meinet unser großer 8 : man ich bin so froh da du nicht arbeitest, die anderen müssen von einer Ferienbetreuung zur anderen und ich habe zeit zuhause zu spielen.....
    Liebe Grüße silke

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    1. Genau aus diesenm Grund möchte ich auch zu Hause bleiben...ich mochte nicht das die Kinder später denken sie wären in der Kita oder im Hort groß geworden...sondern zu Hause bei Mama...ich bin froh das wir uns diesen Luxus leisten können...leider ist das nicht jedem möglich...da muß die Politik noch was tun!!! Danke für Deinen lieben Kommentar <3 Gruß Nadine

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  2. Ich kann das sehr gut nachvollziehen. Habe bis vor kurzem noch 5 Tage in der Woche gearbeitet. Vormittags im Büro. Nachmittags von zu Hause aus. Ich habe zwei Kinder und sie sind NICHT in der Betreuung. Bis vor den Ferien war der Kleine noch teilweise bis 14 Uhr im KiGa und die Große hatte 3 Tage bis 13.30 Uhr Schule. Das ging dann alles noch. Zumindest am Vormittag, am Nachmittag brach regelmässig Chaos aus. Ich habe den Spagat zwischen Job (Anrufe entgegennehmen) und Hausaufgabenbetreuung und Fahrdienst für die Nachmittagsaktivitäten nicht mehr gepackt. Mein Mann ist beruflich viel unterwegs und meist 4 Tage gar nicht zu Hause. Ich konnte mich selbst nicht mehr leiden, war nur genervt, gehetzt und hab meine Kinder entweder angemotzt oder zur Eile angetrieben. Mir selber ging es sehr schlecht, habe sehr mit den Zähnen geknirscht und seitdem auch einen entzündeten Trigeminusnerv.
    Als mein Kleiner dieses Jahr in die Schule kam, habe ich mir 4 Wochen unbezahlten Urlaub genommen, damit wir Zeit haben, uns einzugewöhnen. Diese Zeit war für uns alle super und meine Kinder haben mir schon lange nicht mehr so oft gesagt, dass sie mich lieb haben! *g*
    Jetzt arbeite ich nur noch 3 Vormittage in der Woche und es ist viel entspannter bei uns geworden.
    Ich weiß, nicht jede(r) hat die finanzielle Möglichkeit, beruflich kürzer zu treten. Ich bin sehr froh, dass es bei uns möglich ist, denn ich weiß nicht, wohin das sonst geführt hätte.
    Sicher, ich habe auch manchmal das Gefühl "Mist,wofür hast du eigentlich studiert?!", aber wie du auch schon gesagt hast: meine Kinder liebe ich mehr als jeden Job und ich denke, es kommt auch wieder eine Zeit, in der ich beruflich mehr machen kann.

    Liebe Grüße, Steffi

    www.steffisherzdiebe.blogspot.de

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    1. Wie gut das Du für Dich auch erkannt hast das es so nicht weiter geht...ich hoffe sehr für Dich das dein Trigeminusnerv sich wieder beruhigt...das müssen furchtbare Schmerzen sein :-( gute Besserung und Denk an Dich!!! 3 Vormittage arbeiten ist mir schon zu viel gewesen mit den drei Jungs...Hut ab das Du das alles schaffst! Lg Nadine

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  3. Hallo,

    Wir haben das Glück durch Möglichkeit von Homeoffice, abwechselnde Betreuung und liebevolle krankenbetreuung von Oma es meist gut abgedeckt zu bekommen. Wobei es bei einem Kind auch deutlich einfacher ist. Ich kann deine Entscheidung absolut nachvollziehen und wünsche dir eine tolle Elternteil

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  4. Ich ziehe zu tiest den Hut vor deiner entscheidung und gratuliere dir vom ganzen Herzen dafür!
    Wir haben uns dafür entschieden, dass ich ganz daheim bleibe für die Kinder aber auch für uns. Denn nicht nur die Kinder brauchen einen steten Ruhepool auch eine Beziehung! Unsere vier Kinder sind zwischen 1 und 8 Jahren und da braucht immer einer Mama nur für sich. Bei uns läuft vieles entspannter, wenn einer den Kopf für zu Hause frei hat und alles organisiert. Sicber können es viele aus finanziellen Gründen nur schwer, wenn es aber möglich ist dann nur zu, es ist für alle ein wahrer Segen.
    Genießt eure neugewonnenen Freiheit!
    Sei ganz lieb gegrüßt! Andrea

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    1. 4 Kinder zwischen 1-8Jahren... Hut ab...wie schaffst du das bloß?
      Meine 3 schaffen mich schon ganz schön....allerdings denke ich auch manchmal: wenn ich wüßte das Nummer 4 ein Mädchen werden würde :-) *seufz* da könnte ich dann doch schwach werden.
      Lg Nadine

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  5. Guten Morgen :),
    dein Blog sieht echt toll aus und das meinen deine Follower auch.
    Im Moment suchen wir den schönsten Nähblog Deutschlands und auch du wurdest nominiert, um bei diesem Contest mitzumachen. Falls du Interesse hast teilzunehmen, würden wir dich bitten den Fragebogen auszufüllen und auf deinem Blog zu veröffentlichen.
    Den Interview-Fragebogen findest du hier: https://www.stoffkontor.eu/tpl/download/10_6Bloginterview.pdf.
    Bitte schicke uns den Link für den Blogeintrag per PN oder als Beitrag auf unsere Facebook-Seite.

    Alle weitere Informationen kannst du auf unserem Blog nachlesen: https://www.stoffkontor.eu/blog/[10-6]-NAeHBLOG-CONTEST/b-148/ Bis Montag hast du noch Zeit den Beitrag zu veröffentlichen :)

    Über deine Teilnahme würden wir uns sehr freuen.
    Viele Grüße, das Stoffkontor-Team.

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  6. Ach, ich finde eine wunderbare Entscheidung und das Foto Deiner Kinder ist goldig. Bei uns ist eigentlich nur die Kleine öfter krank. Wir haben meine Eltern mit im Haus, die Kinder kennen sie und lieben sie und gehen täglich dort ein und aus. Daher nehmen sie die Kleine auch gerne. Ein klein wenig schlechtes Gewissen bleibt mir trotzdem auch immer. Wenn es allerdings ganz schlimm ist, bleibe ich auch zu Hause.
    LG
    Kerstin

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  7. Puuuh, du sprichst mir aus der Seele ! Noch mal Elternzeit nehmen ... ja, das wäre was ! Aber dann wäre mit ziemlicher Sicherheit meine Stelle weg (ist bei meiner Position nicht ganz so einfach zu regeln) und wir müssten wegziehen. Das ist ja dann auch nicht grad im Sinne des Erfinders. Also arbeite ich weiterhin 29 Stunden/Woche plus 1 Stunde Fahrtzeit/Tag ... Kind ist bis 15:30 Uhr im KiGa. Wenn er gesund ist, ist alles kein Problem. Aber ich merke, dass ich auch nur noch hetze und ständig am meckern bin. Die Mutter-Kind-Kur letztes Jahr war schön, aber ich konnte leider vieles nicht in den Alltag retten. Und wenn mein Sohnemann dann mal krank ist, ist Chaos vorprogrammiert. Die Eltern-Krankentage sind bei mir schon aufgebraucht, der Mann kann sich schlecht frei nehmen und die Großeltern wohnen über 100 km weit weg ... zu weit, um spontan die Krankenpflege zu übernehmen. Ich bewundere und beneide dich für deine Elternzeit-Entscheidung !

    GlG Heike

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